Wespen & Co.

 

In Mitteleuropa gibt es fast 500 verschiedene Wespenarten. Jedoch können nur zwei dieser Arten Anfliegen von Menschen und süßen Getränken und Speisen zeitweise im Jahr zu einem Problem werden.
Die Deutsche Wespe (Paravespula germanica) und die Gemeine (Gewöhnliche) Wespe (Paravespula vulgaris) lassen sich an der Kaffeetafel, im Schwimmbad oder in Biergärten blicken. Diese beiden Arten stehen – wie die Menschen – auf süße Speisen oder Getränke.
Weitere neun Arten staatenbildender (sozialer) Faltenwespen sind in der Regel völlig harmlos. Zu ihnen gehört auch die größte Wespenart, die Hornisse (Vespa crabro). Wespenvölker lösen sich im Herbst auf, lediglich die Königinnen überwintern und beginnen im nächsten Frühjahr mit einem neuen Nestbau. Ein einmal besetztes Wespennest wird nicht wieder besiedelt. Beachtet man einige Regeln, so kann man im Spätsommer unangenehme Auseinandersetzungen mit Wespen vermeiden.

Hummeln gehören zu den staatenbildenden Insekten. Ein Hummelstaat besteht meist aus etwa 50 bis 600 Tieren und einer Hummelkönigin. Wie bei den Bienen sind die meisten Tiere des Staates Arbeiterinnen, aber auch Drohnen und Jungköniginnen sind vorhanden. Ein Volk überlebt in Europa nur einen Sommer und geht am Ende des Jahres ein.

Übrigens: Die Hummel hat 0,7 qcm; Flügelfläche und wiegt 1,2 Gramm. Nach den Gesetzen der physik und der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht und deshalb fliegt sie trotzdem!

Kontaktieren sie unseren ersten Vorsitzenden Kurt Sperzel bei Problemen mit Hornissen und Wespen, er ist offizieller Ansprechpartner für Wespen u. Hornissen Umsiedelung des MKK.

 

Biene und Hummel an einer Blume

Hornisse auf einem Stein

Eine Wespe am Kuchen

Schutz vor Wespen im Freien

 

  • im Gras oder auf Wiesen mit Schuhen laufen,
  • zuckerhaltige Lebensmittel oder Genussmittel immer bedeckt im Freien stehen lassen,
  • Gläser oder Becher mit Limonade, Fruchtsäften oder Bier immer mit einem Deckel abdecken,
  • Direktes Trinken aus Dosen und Flaschen vermeiden. Besonders für Kinder gilt: Benutze einen Strohhalm,
  • Kindern nach dem Genuss von Eis, Süßigkeiten oder Limonade den Mund feucht abwischen,
  • Vorsicht beim Verzehr von Speisen und Getränken nach Anbruch der Dunkelheit im Freien z. B.. auf Gartenpartys oder Grillfeiern,
  • Tische nach den Mahlzeiten abräumen und Speisereste abwischen,
  • Abfallbehälter sorgfältig verschließen, vorsichtig sein, beim Einwerfen von Müll in nicht abgedeckte Abfallbehälter z. B.. auf Spielplätzen und Schulhöfen,
  • Wespen den Zugang zu Innenräumen durch geeignete Vorhänge versperren. Gerade Hornissen fliegen bei warmem Wetter auch nachts, sie werden vom Licht angelockt und können sich so in Innenräume verirren.

Schutz in der Wohnung

  • Die Fenster von beleuchteten Räumen während der Nutzung verschlossen halten, sobald es dunkel wird,
  • Fliegengitter oder Fliegennetze vor den Fenstern anbringen,
    Lüftungsöffnungen und Schächte abdichten,
  • Anbringen von Perlenschnüren oder Flatterbändern an Balkon- oder Terrassentüren,
  • Befindet sich eine Wespe oder Hornisse in der Wohnung, einfach das Licht ausschalten und 15 Minuten warten. Das Tier sollte sich neu orientieren und wieder nach draußen fliegen,
  • die Wespe oder Hornisse mit einem Becher fangen, ein Stück papier unterschieben und das Tier im Freien entlassen.

Schutz vor Nestbau im Haus

  • Vorhandene Hohlräume an Gebäuden verschließen. Man bietet hierdurch keine Nistplatzmöglichkeiten für Wespen im unmittelbaren Lebensbereich an,
  • Hohlräume an Gebäuden verfüllen,
  • Zu- und Abluftöffnungen sowie Schächte an Gebäuden mit Fliegengitter verschließen,
    Nischen von Fenstern abdichten,
  • Hohlräume im Steingarten und Mäuse- oder Maulwurfslöcher im Rasen mit Erdreich zuschütten,
  • Die Einfahröffnung an Rollladenkästen durch Anbringen einer Profilgummi-, Bürsten- oder Aluminiumleiste schützen (s. z.B. Rolladenabdichtungssystem HS1).